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Bodo Schäfer Partnerprogramm: Was ich vorher gern gewusst hätte

Manche Dinge stehen in keiner Programmbeschreibung, weil sie nicht zu den Konditionen gehören, sondern zur Arbeitsweise. Hier die Punkte, die ich rückblickend für die wichtigsten halte – ohne Zahlen, weil die bei jedem anders ausfallen.

Dass die Reihenfolge im Text mehr entscheidet als das Produkt. Man beschäftigt sich am Anfang lange damit, welches Produkt das richtige ist, und übersieht dabei, dass ein gut platzierter Link zum mittelmäßig passenden Produkt mehr bringt als ein schlecht platzierter zum perfekt passenden. Der Link gehört hinter die Begründung, nicht davor.

Dass die Sitzung wirklich eng ist. Getrackt wird über die Sitzung, es zählt, was im selben Bestellprozess mitgeht. Das liest man schnell und versteht es erst, wenn man merkt, dass Leute den Beitrag lesen, sich das Buch merken und drei Tage später direkt bestellen – und bei einem selbst steht nichts.

Dass die Bekanntheit zweischneidig ist. Bekannte Titel brauchen weniger Erklärung, ziehen aber auch Vorbehalte an. Reine Lobtexte funktionieren bei einem Namen, den viele kennen, schlechter als bei einem unbekannten Anbieter.

Dass die niedrigste Provisionsstufe die wichtigste ist. Das klingt zunächst unlogisch, ergibt aber Sinn, wenn man den Aufbau versteht.

Die Produkte nach Stufe:

Bücher – 5 € pro Bestellung, kostenfrei für den Leser

Video-Coachings – bis zu 108,74 € pro Verkauf

Live-Seminar – rund 19 € pro Anmeldung

Dass Geduld kein Charakterzug ist, sondern eine Methode. Vier Wochen nichts zu ändern fühlt sich falsch an, ist aber die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas über die eigene Ausgangslage zu erfahren. Wer ständig umstellt, hat am Ende viele Versionen und keine Erkenntnis.

Dass die Anmeldung früher hätte passieren können. Sie kostet nichts, es gibt keine Bewerbung und die Freischaltung erfolgt sofort. Man kann sich alles ansehen und danach immer noch entscheiden, dass es nicht passt. Diese Reihenfolge – erst ansehen, dann entscheiden – wäre der einfachere Weg gewesen als umgekehrt.

Dass Ehrlichkeit im Text keine Klicks kostet, sondern Arbeit spart. Wer schreibt, für wen ein Titel nichts ist, bekommt weniger, aber passendere Klicks – und deutlich weniger Rückfragen.

Und dass die Regel mit den Suchanzeigen ernst gemeint ist. Bezahlte Anzeigen auf den Markennamen sind nicht erlaubt. Wer darauf spekuliert, sollte gar nicht erst anfangen.

Dass ein Beitrag mehr wert ist als fünf. Am Anfang neigt man dazu, Menge für Fortschritt zu halten – fünf schnelle Texte fühlen sich produktiver an als einer, an dem man zwei Abende sitzt. Tatsächlich ist es umgekehrt: Ein Beitrag, der über Monate gefunden wird, produziert dauerhaft frische Sitzungen. Fünf schnelle produzieren drei Tage Aufmerksamkeit und danach nichts.

Dass man die eigenen Zahlen zu oft ansieht. Bei kleinen Stückzahlen schwankt alles, und aus zwei ruhigen Tagen lässt sich nichts ableiten. Wer täglich nachsieht, ändert Texte, die eigentlich funktioniert haben.

Was ich mir zusätzlich früher angewöhnt hätte: eine simple Liste darüber, welcher Beitrag welchen Link enthält und wann er veröffentlicht wurde. Ohne die kann man nach drei Monaten nichts auswerten, und man merkt es genau dann, wenn man es bräuchte.

Der Zugang ist kostenlos, Auszahlung in der Regel monatlich.

Was hättet ihr bei eurem ersten Partnerprogramm gern vorher gewusst?